ö. b. v. Sachverständiger

Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige

Um Gerichten, Unternehmen, Behörden und Privatpersonen die Suche nach fachlich besonders qualifizierten Sachverständigen mit besonders hoher Glaubwürdigkeit und Gewähr für Unparteilichkeit und Zuverlässigkeit zu erleichtern, gibt es den "öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen". Die Voraussetzung einer öffentlichen Bestellung für ein bestimmtes Fachgebiet ist an den Nachweis und die Überprüfung einer besonderen Fachkunde durch überdurchschnittliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen sowie der persönlichen Eignung gebunden.

Die Bedeutung der Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen besteht darin, der Öffentlichkeit Sachverständige anzubieten, deren besondere Sachkunde erprobt und deren persönliche Zuverlässigkeit von einer staatlichen Bestellungsbehörde überprüft und öffentlich anerkannt wurde. Die Bestellung ist somit keine Zulassung zur Tätigkeit als Sachverständiger, sie ist vielmehr eine öffentliche Eignungserklärung des Sachverständigen als qualifizierte Person, dessen gutachterliche Feststellungen auch von dem Vertragsgegner oder ganz allgemein von den betroffenen Verkehrskreisen als objektiv und zuverlässig anerkannt werden können, ohne dass der Dritte sich zu Nachforschungen über Ruf und Eignung des Gutachters veranlasst sehen müsste.

Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige werden deshalb auch von Gerichten vorzugsweise herangezogen.

Die Bezeichnung "öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger" genießt Rechtsschutz und ist nur diesen vorbehalten. Des Weiteren darf nur ein ö. b. v. Sachverständiger den von der Bestellungsbehörde ausgehändigten Rundstempel verwenden.

Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger wurde man vereidigt, Gutachten und sonstige Aufgaben unparteilich, weisungsfrei, unabhängig, gewissenhaft und persönlich zu erstatten.

In meiner Tätigkeit als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger bin ich befugt, bundesweit tätig zu werden und nicht auf den Bezirk der Bestellungsbehörde (Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen in Berlin) beschränkt.

Ausgewählte Anlässe der Wertermittlung, Bewertung, Taxation

  1. Schadensfälle
  2. Übertragungsfälle
    Kauf- und Verkaufsfälle
    Pachtübergaben (Leasing)
    Gründung und Auflösung von Unternehmen / Betrieben / Gesellschaften
  3. Entzugsfälle
    Entschädigungsermittlung bei Landentzug
    Pfändung, Zwangsversteigerung
  4. Erb- und Eheauseinandersetzungen
    Ertrags- und Verkehrswertermittlung gartenbaulicher Betriebe
  5. Steuerliche Bewertungsanlässe
    Gewinnerzielungsabsicht oder Liebhaberei?
    steuerliche Betriebsaufgaben und Teilwertermittlungen

Fachgebiete aus dem Bereich Gartenbau, für die ich öffentlich bestellt und vereidigt bin

Durch Anklicken der einzelnen Fachgebiete können Sie die detaillierten Tätigkeitsmerkmale einsehen.


"Bebaute und unbebaute Grundstücke"

"Betrieb/Unternehmen" (Tätigkeitsbereich)
Bewertungs- und Entschädigungsfragen in Gartenbaubetrieben

"Spezialbereiche des Erwerbsgartenbaus" (Tätigkeitsbereich)
Bewertungs- und Entschädigungsfragen im Bereich: Gemüsebau, Obstbau, Blumen und Zierpflanzen (einschließlich Stauden), Baumschulen, Haus-und Kleingärten sowie ökologisch wirtschaftenden Betrieben

"Technik und Gebäude im Gartenbau" (Tätigkeitsbereich)
Gewächshäuser, Heizungsanlagen und Inneneinrichtungen
Gebäude und bauliche Anlagen
Maschinen und Betriebsvorrichtungen

"Frei- und Grünanlagen, Gärten, Gehölze"
Bewertung von Gartenanlagen und Grundstücken mit Schutz- und Gestaltungsgrün, Beurteilung von Landschaftsschäden, Beurteilung von Bäumen und Gehölzen in Bezug auf nachbarrechtliche Regelungen


Jeder Auftraggeber sollte sich vor Beauftragung eines Gutachtens gründlich informieren, ob der von ihm gewählte Sachverständige die notwendigen Kenntnisse und Voraussetzungen bietet, die für den zu beurteilenden Fall erforderlich sind. Wie viel Enttäuschungen und Schaden sind jedoch entstanden und entstehen weiterhin durch Personen, die Gutachten erstatten, ohne über die notwendigen Kenntnisse in dem jeweiligen Fachgebiet zu verfügen.

Die Abgrenzung Sachverständiger und Berater in meiner Tätigkeit

In meiner Tätigkeit als Berater, der seinem Auftraggeber ein bestimmtes Verhalten als zweckmäßig empfiehlt, bin ich kein Sachverständiger, denn als Berater orientieren sich meine Empfehlungen an den persönlichen Bedürfnissen des Auftraggebers; dabei spielen Zweckmäßigkeit und Kosten eine wesentliche Rolle.
Vom Sachverständigen wird dagegen ein objektives, allgemein gültiges Urteil erwartet, das auch Dritten als Entscheidungsgrundlage dienen kann.

Auf die mögliche Problematik sei hingewiesen, für ein und denselben Auftraggeber sowohl in der Eigenschaft als Sachverständiger, als auch als Berater tätig zu sein.



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